Für 13 von uns wurde aus dem Traum von Amerika Realität. Zwei Wochen lang tauschten wir unser gewohntes Klassenzimmer in Deutschland gegen die Flure der Lebanon High School in Lebanon, Tennessee (USA). Es war ein Schüleraustausch voller neuer Eindrücke, großer Gefühle und wertvoller Erfahrungen, der uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Ein herzliches Willkommen nach langer Reise
Alles begann am 23. März 2026. Hinter uns lag eine extrem lange Anreise und wir hatten auf dem Flug kaum Schlaf gefunden. Wir waren unglaublich müde und von der ganzen Situation zunächst ziemlich überwältigt, aber gleichzeitig wahnsinnig aufgeregt. Als wir schließlich am Flughafen ankamen, war alle Anstrengung vergessen: Unsere Gastfamilien holten uns ab und bereiteten uns einen unglaublich herzlichen und warmen Empfang. Wir fühlten uns sofort willkommen.
Zwischen High School, riesigen Autos und Country Music
Unsere Tage in den USA waren vollgepackt mit Highlights und wir erlebten den typisch amerikanischen Schulalltag hautnah bei den „Blue Devils“ (so der Name des High-School-Teams). Dabei fielen uns viele kulturelle Unterschiede auf – im Straßenbild waren es zum Beispiel sofort die riesigen Autos, die uns beeindruckten!
Dank unserer netten Gastgeber und den neuen Freunden, die wir schnell fanden, jagte ein tolles Erlebnis das nächste. Wir versuchten uns im Line Dance, gingen Bowling spielen, verausgabten uns beim Top Golf und unternahmen ausgiebige Shopping-Touren. Auch Action und Sport kamen nicht zu kurz: Wir durften Quad und Buggy fahren, feuerten bei einem packenden Eishockeyspiel die Nashville Predators an, erlebten die einmalige Atmosphäre bei einem Baseballspiel und spürten das Adrenalin bei einem echten NASCAR-Rennen.
Darüber hinaus erkundeten wir Nashville, besichtigten die Lipscomb University und tauchten beim Besuch der Country Music Hall of Fame tief in die Musikkultur der Südstaaten ein. Die gemeinsamen Ausflüge mit unseren Gastfamilien waren durchweg fantastisch.
Herausforderungen und persönliches Wachstum
Natürlich gab es auch Hürden, die wir meistern mussten. Die Müdigkeit und der Schlafmangel vom Flug steckten uns anfangs noch in den Knochen. Eine echte sprachliche Herausforderung war zunächst der ausgeprägte Südstaaten-Dialekt. Doch genau daran sind wir persönlich gewachsen: Wir verbesserten unser Englisch enorm, lernten den Dialekt der Einheimischen zu verstehen und gewannen jeden Tag spürbar mehr Sicherheit beim Sprechen.
Am Ende der Reise wartete dann noch eine ganz praktische Herausforderung auf uns: Unsere Koffer waren schlichtweg zu klein für all die Souvenirs und Erinnerungsstücke, die wir mit nach Hause nehmen wollten!
Freunde fürs Leben und ein schwerer Abschied
Der Abschied am Ende der zwei Wochen fiel uns allen unfassbar schwer. Es herrschte große Wehmut, wir waren sehr traurig und es flossen Tränen. In dieser kurzen Zeit haben wir echte Freunde fürs Leben gefunden. Das Schönste am Abschied war jedoch das ehrliche Angebot vieler Familien, jederzeit wiederzukommen. Wir haben fest vor, diese langfristigen Kontakte zu pflegen, planen bereits weitere Besuche in den USA und freuen uns natürlich auch auf einen Gegenbesuch unserer neuen Freunde.
Fazit und Dank
Ein riesiges Dankeschön geht an alle Organisatoren, die diesen Austausch ermöglicht haben! Diese zwei Wochen haben uns nicht nur sprachlich, sondern auch persönlich enorm weitergebracht. Allen Schülerinnen und Schülern, die in Zukunft die Chance auf diesen Austausch haben, können wir nur sagen: Macht mit! Es ist eine unvergessliche Erfahrung.
Die Schüleraustauschbegegnung wurde (u. a.) aus Mitteln des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.