Wie geht eigentlich lernen? – Fortsetzung

Wie man sich auf´s Lernen vorbereitet, konntest du auf dem Poster im Klassenzimmer ja bereits erfahren. Hier geht´s jetzt weiter mit ein paar konkreten Tipps, die beim Lernen helfen können:

1. Struktur:
Arbeite nicht einfach drauf los. Schau dir an, welche Themen relevant sind und geh die Hefteinträge und Mitschriften von Anfang an durch. Wie war das nochmal?
Wenn du dich einigermaßen orientiert hast, versuche dir eine Zusammenfassung der wichtigsten Formeln, Regeln, Methoden oder Schemata zu schreiben. Dadurch zwingst du dich selbst, das Thema nochmal genau zu durchdenken und dir die wichtigsten Dinge herauszupicken. Diese markierst du am besten farbig, um sie noch einprägsamer zu machen.
Wenn du die Zusammenfassung fertig hast, kannst du Übungen aus dem Unterricht oder Übungen, die dir deine Lehrkraft gegeben hat, machen. Wenn du keine Übungen hast, versuche das Lernen möglichst abwechslungsreich zu gestalten.

2. Pausen:
Finde heraus, wann du am besten lernst. Die meisten Menschen erreichen ihr Produktivitätsmaximum gegen 10 Uhr morgens, doch das ist bei jedem Menschen anders. Am besten findest du für dich selbst heraus, ob du morgens, mittags, abends oder nachts am besten lernst.
Wichtig ist jedoch, dass du deinem Gehirn regelmäßige Pausen gönnst.
Nach spätestens 90 Minuten Lernen ist es für die Produktivität unerlässlich, eine Pause von min. 10 Minuten einzulegen.
In den Pausen kannst du zum Beispiel etwas essen oder trinken. Hydriert zu bleiben ist sehr wichtig, um dein Gehirn leistungsfähig zu halten, also stelle sicher, dass du immer genug trinkst – ideal sind 2-3 Liter am Tag, wenn es wärmer wird oder du im Sommer viel schwitzt sogar noch mehr.

3. Lernmethoden:
Generell hilft es beim Lernen sehr, wenn das Gelernte jemand anderem erklärt wird. Daher bietet es sich oft an, in Gruppen zu lernen und sich das Gelernte gegenseitig zu erklären. Wer lieber alleine lernt, dem könnten allerdings folgende Methoden beim Lernen helfen.

Pomodoro:
Eine Lernmethode, die dir helfen kann, Pausen zu machen und einzuhalten ist die sogenannte Pomodoro-Methode - und nein, sie hat nichts mit Tomaten zu tun. 
Bei der Pomodorotechnik geht es eigentlich nur darum, dir dein Lernziel in kleine Häppchen aufzuteilen. Du arbeitest immer in 25-minütigen Abschnitten und machst dann 5 Minuten Pause. Nach ungefähr vier solcher Einheiten machst du eine längere Pause von ca. 15 Minuten. Die Zeitfenster sind individuell anpassbar, jedoch in dieser Vorlage statistisch am wirksamsten. 
Wichtig ist hierbei, dass du deine Einheiten UND Pausen effektiv nutzt. Schalte in den Einheiten sämtliche Ablenkungen stumm, gehe nicht an dein Handy. Denn selbst wenn es noch so kurz ist, die Ablenkung bringt dein Gehirn wieder vom Gelernten ab. Gehe auch in den Pausen nicht ans Handy und auf TikTok oder Insta, das ist unnötige Informationsberieselung, die den ganzen Lernerfolg wieder zunichte machen kann. 
Stattdessen kannst du in den Pausen zum Beispiel dein Lieblingslied anhören, kurz rausgehen, dein Zimmer lüften oder einen kleinen Snack zu dir nehmen. Hier bieten sich FoBossos Energie-Bälle super an, die sind nahrhaft und geben dir den fehlenden Schub an Energie und Leistung zum Lernen. Schau dir doch mal sein Rezept an! 
Durch die Einheiten lernst du außerdem einzuschätzen, wie lange du für bestimmte Aufgaben brauchst. Das ist besonders im Hinblick auf Prüfungen wichtig, da du hier unter Zeitdruck stehst. Wenn du also bereits beim Lernen einen Eindruck davon bekommst, wie viel Zeit dir zur Verfügung steht, stresst dich der Zeitdruck in der Prüfung weniger, da du dich gezielt auf Aufgabentypen vorbereiten kannst, die dich sonst viel Zeit kosten.
Auch dass du dir für die Einheiten jeweils kleine To-Dos erstellen kannst, lässt dich produktiver fühlen und hält die Motivation hoch. Im Gegensatz zu „ich lerne schon seit 2 Stunden und bin immer noch bei Aufgabe 5“ siehst du: „ich schaffe in einer Einheit durchschnittlich mehr als eine Aufgabe!“.

Scribbling
Sich Notizen zu machen und Gelerntes von Hand aufzuschreiben ist bekanntermaßen ein effektiver Weg, sich Gelerntes besser zu merken. Mit der Scibbling-Methode täuschst du deinem Gehirn genau diese Aktion vor. Du hältst einen Stift in der Hand und malst während dem Lernen nebenbei einfach zufällige Muster auf ein Blatt Papier. So täuschst du deinem Gehirn das Schreiben vor und das Gelernte kann besser verarbeitet werden, ohne dass du denselben Hefteintrag 10-mal abschreiben oder zusammenfassen musst, das Scribble-Papier kannst du außerdem weiterverwenden und sparst somit Papier.

Blurting
Lernen schön und gut – aber wo soll ich überhaupt anfangen? Mit der Blurting-Methode kannst du ganz einfach deine größten Schwächen identifizieren und so gezielt die Aspekte lernen, die noch nicht gut sitzen. 
Für diese Methode nimmst du dir ein Blockblatt und teilst es folgendermaßen auf:
 

So, ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen dabei helfen, die Frage „Wie geht lernen eigentlich“ zu beantworten – letztendlich muss aber jeder und jede selbst den für sich passenden Weg finden. Du kannst dir dafür auch zusätzlich noch Anregungen im Internet holen (zum Beispiel auf studysmarter. de).

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Prüfungsvorbereitungen!

(Nathalie Bader)